AG LehrerInnenausbildung (LAUB)

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Inhaltsverzeichnis

Ziele der Bildung (AG LAUB)

Allgemeines AG-Ziel

Die LAUB-AG setzt sich sowohl aktiv als auch kritisch für die Belange der drei Phasen der LehrerInnenausbildung ein: Veränderungen im Studium, im Referendariat/ Vorbereitungsdienst und in Fortbildungen von Lehrkräften werden von uns durch das Formulieren von Stellungnahmen sowie durch die Organisation von Podiumsdiskussionen aktuell reflektiert und veröffentlicht.

Aktuelle Ziele

Mai 2009: Podiumsveranstaltung "Kleiner Master, kleines Referendariat, große Probleme - wie weiter mit der Lehrer/innenbildung in Berlin?" Infos unter "Infos Podiumsveranstaltung", hier der Flyer zu der Veranstaltung: Flyer

Januar 2009: Organisation einer Podiumsdiskussion zu beispielsweise:

- Aktueller Stand der LehrerInnenbildungszentren in Berlin (vgl. 13.6.07)

- Berufperspektive für BacholorabsolventInnen

September 2008: Stellungnahme zum bis dahin neu entstandenen Entwurf zur Referendariatsverordnung für MasterabsolventInnen entwickeln.


Offene Diskussionsanlässe

Einführung des zweijährigen Masters?

Wieder-Verbeamtung fertig ausgebildeter Lehrkräfte?


Diskussion zum neuen Handbuch Vorbereitungsdienst - Stand 09/09

Handbuch Vorbereitungsdienst - Entwurf Juli 2008


Einige Anmerkungen zum Entwurf des Handbuchs Vorbereitungsdienst (Entwurf der SenBWS von 25.07.2008)

Die folgenden Anmerkungen stellen nur einen kleinen Teil der Punkte dar, die ich in dem vorliegenden Papier als diskussionswürdig einschätze. Die angeführten Punkte sind häufig als Fragen dargestellt, welche die AG LAUB zur Diskussion anregen sollen. Wünschenswert ist mittelfristig eine Verdichtung aller gesammelten Gedanken zu einer ersten Einschätzung für die SenBWS in Form eines entsprechenden Schreibens. Ich gehe nicht auf die in den ersten Seiten angeführten „Allgemeinplätze“ ein, auch nicht auf die in den Anlagen beigefügten Dokumente der KMK usw. Auch aus einer Bewertung der Standards / Indikatoren bzw. der Kompetenzraster halte ich mich (zunächst) heraus.

- "verbindlicher Handlungsrahmen" und "out-put anstatt in-put" - Stellen das nicht eigentlich Widersprüche dar?

Seite 7:

- Wie soll die Koordinierung der „Bausteine“ funktionieren bzw. wie wird eine Modulprüfung organisiert, wenn jeder Ref. u.U. unterschiedliche Bausteine belegt hat? Gibt es dann so was wie „Individualprüfungen“?

- Wieso ist das ganze Konzept nur an den „Bildungswissenschaften“ ausgerichtet, schließlich liegen inzwischen die KMK-Standards für die Fachdidaktiken vor?

Seite 8:

- Welche konkreten Aufgaben haben Ausbildungslehrkräfte? Welche Vergütung/Stundenermäßigung erhalten sie dafür?

- WIE können Seminarleiter bei 120 Referendaren Unterrichtsbesuche und -beratungen durchführen? Haben dann Seminarleiter Assistenten?

- Punkt 3 ist sehr unkonkret, das kann alles und nichts heißen

- Punkt 5 sagt nichts über die Art der Kompetenzfeststellung (wird weiter hinten gemacht…)

- Punkt 8 bringt die Staatsexamensprüfung ins Spiel – absurd bei dem Gedanken einer modularen Ausbildung (vgl. 1. Phase)

- Punkt 13 erwähnt ein Kooperationsabkommen (SPS / Uni-Fachdidaktiken), bei dem aus meiner Sicht die universitäre Verantwortung für den Teil der SPS ausgehebelt würde. Damit würde das eintreten, was ich schon vor langem befürchtet habe: Sukzessive übernehmen die (ehemaligen) Fach-/ Seminarleiter die didaktische Ausbildung in der Uni, die fachdidaktische Forschung bleibt auf der Strecke, weil die Lehre abgedeckt ist damit kein (wissenschaftliches) Personal benötigt wird

Seite 9:

- Die Rolle der Schulleiter in dem neuen Konzept erinnert mich an die bisherige der (Haupt-) Seminarleiter…

- Wie kann in einem „Großseminar“ kompetenzorientiert ausgebildet werden? Mir bleibt das jedenfalls verschlossen, denn in einem solchen Seminar wird wohl eher frontal gelehrt werden. Ich empfinde das als Kürzungsmaßnahme hinsichtlich Seminarleiterposten

- Wie soll während eines 10-stündigen Seminartags noch vernünftig gelernt werden? Spätestens in den letzten zwei Stunden werden die Ref. endgültig abschalten und damit beginnen, den Unterricht für den nächsten Tag vorzubereiten…

(Frage: Wieso 10-stündig? Sind es nicht 8? ... Ansonsten hat so`n Seminartag bzgl. der Reisezeit auch viel Positives... (Spreche aus Erfahrung))

- Wer soll die „Koordination“ der Vernetzung zwischen SPS und Uni vornehmen? Aus meiner Sicht sind diese momentan nicht mal gewillt, über basale Ausbildungslinien in den konstruktiven Austausch zu treten

Seite 10:

- Der erwähnte Qualifikationsrahmen wird an S. 15 vorgestellt und sollte geprüft werden!

- Sollen Seminarleiterinnen künftig auch verstärkt Aufgaben des personell geschwächten LISUM übernehmen (Fortbildungen)?

(Dafür gibt es jetzt regionale Fortbildner, sog. MultiplikatorInnen – Lehrer mit Abordnungsstunden (so wie meine Wenigkeit))

- „Kompetenzorientierte Unterrichtsentwürfe als zentrale Ausbildungswerkzeuge? Gerade im Referendariat sollte es nicht um ENTWÜRFE, sondern um die konkrete Umsetzung von Unterricht gehen; ein guter Lehrer ist nämlich NICHT unbedingt derjenige, der gute Gedanken gut schriftlich darstellen kann…

(Entwurf finde ich nicht so verwerflich, da man schließlich als Lehrer auch spontan sein Erdachtes auch umwerfen soll und manchmal sogar muss!!)

- Beobachtungsbögen / Gutachten hören sich nach permanentem Beurteilungsstress an – trotz des angeführten Nebensatzes…

Seite 11 ff:

- Die angerissene Kompetenzdiskussion mündet letztlich in der Aussage, dass Kompetenzen = Fähigkeiten sind. Toll, dann brauchen wir doch den ganzen Begriffswirrwarr gar nicht, oder!? Aus meiner Sicht hat das nix mit einem ganzheitlichen Ansatz zu tun, den ich mir für eine kompetenzorientierte Ausbildung gewünscht hätte

WER soll das anhängliche Material benutzen? Ist es verpflichtend?

Seite 25:

- Kompetenzen sind ganz klassisch wie (kognitive) Lernziele formuliert. Das steht für mich in einem inneren Widerspruch, auch wenn ich hierfür keine Lösung parat habe

- Die hier erstmals erläuterte „Niveaukonkretisierung“, insbesondere der „Grad der Anforderungsbewältigung“ (hier ist die Abstufung besonders undurchsichtig) halte ich für sehr hinterfragenswert. Es wird Arbeitszeugnis-like ein für den Normalbürger nicht zu durchschauender verbaler Code eingeführt – was soll das?

(keine Ahnung?!)

Seite 32:

- Das Leitbild lese ich anders. Zur Klarheit sollte für die Sicht der Verfasser besser stehen: „Ein an INHALTEN orientierter Unterricht […]“ – das wäre ehrlicher! Ich würde allerdings eine subjektorientiertes, pädagogisch-didaktisch fortschrittliches Leitbild vorziehen: „[…] stellt sich die Aufgabe, fachgerecht das Potential der LERNENDEN zur Entwicklung der Kompetenzen zu entdecken […]“

Seite 33:

- Vielleicht sollte bei den Ausführungen zur Kompetenzentwicklung an dieser Stelle verdeutlicht werden, dass es diesmal um die Kompetenzen der Schüler und nicht der Referendare geht – ich bin da zunächst ins Stolpern gekommen…

- Um kompetenzorientierten Unterricht zu realisieren, müssen zunächst erst mal durchgängig Standards (für die Schüler) in den Rahmenlehrplänen definiert werden!

- Punkt 7: Leistungsdifferenzierung in Form von äußerer Differenzierung soll Teil der Lehrerausbildung sein – nicht wirklich, oder!?!

- Punkt 9: Lehr- und Lernprozesse auf diese Weise zu trennen halte ich für daneben!

Seite 34 f:

- Gutachten haben halt keine Zahlennoten, sondern Symbole und Ziffern. Wird deshalb nicht mehr benotet??

Seite 41 ff:

- Auch hier sind die Kompetenzbeschreibungen wie Lernziele formuliert, die Module müssten noch eingehend geprüft werden

Seite 55:

- Wenn schon mit Modulen gearbeitet wird, dann sollten diese grundsätzlich im gleichen Rahmen wie die Module der 1. Phase in der Uni konzipiert sein. Wie sollte anders die Vergabe von ECTS usw. für die kleine MA (was ich übrigens prinzipiell und komplett ablehne) funktionieren? (schwierig, da jede Uni ihre eigene Suppe kocht...)

Seite 56:

- Kompetenzraster fassen lediglich die Niveaukonkretisierungen zusammen, die schließlich auf Noten (A-E) herunter gebrochen werden. „Echte“ Kompetenzen könnte man bestimmt nur schlecht in Skalen fassen…!?

Seite 61:

- Als Überschrift würde wohl „Beobachtungskriterien Unterricht“ (ohne „kompetenzorientierter“) genügen, denn das was darunter verstanden wird, sollte in einem zeitgemäßen Unterricht auch nach „altem Muster“ selbstverständlich sein (vgl. Kognitionsstufen K1 bis K4 o.ä., die inzwischen gerne mal in „Kompetenzstufen“ umbenannt werden (was für ein Etikettenschwindel…)


GEW-Eckpunkte zur Neugestaltung des Vorbereitungsdienstes in Berlin (05/2006)

Hier können die Thesen im Wiki (weiterhin) bearbeitet werden: http://www.lebi-wiki.de/index.php/LeBi-Wiki:Portal

Hier kann das verabschiedete Papier ausgedruckt werden: http://www.lebi-wiki.de/UPLOADS/Eckpunkte_Referendariat_060504.pdf


Entwurf der Verordnung über den Vorbereitungdienst (SenBJS Berlin, 08/2005)

Entwurf - Verordnung über den Vorbereitungsdienst: Entwurf AusbO (Stand 05)

Antworten auf häufig gestellte Fragen (SenBJS 09/2005): Antworten auf Fragen zur AusbO


Handbuch Referendariat (Stand Herbst 05)

Entwurf - Handbuch zum neugestalteten Referendariat (SenBJS Berlin, 09/2005):

Handbuch Referendariat (Stand 05)

Anhang 1; Anhang 2; Anhang 3; Anhang 4; Anhang 5

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