Neue Medien
aus LeBi-Wiki, der freien Wissensdatenbank
Der Begriff Neue Medien bezeichnet vor allem solche Medien, welche auf Daten in digitalisierter Form basieren. Charakteristisch ist, dass sie unterschiedliche Medienarten auf nur einem Datenträger im gleichen digitalen Format in sich vereinen, so dass es nur eines Gerätes, des Computers, bedarf, um sie abzurufen.
Beipiele für Neue Medien sind sowohl die CD-ROM, als auch das Internet.
Neue Medien erleichtern den Zugang zu Informationen (zeitlich wie räumich) und tragen so zur Ausgestaltung der Wissensgesellschaft bei.
Der Vorteil der Neuen im Vergleich zu Konventionellen Medien liegt in ihrer Aktualität, sowie in ihrer vielseitigen Verwendbarkeit. Sie sind ökonomisch, lebensnah und authentisch in ihrer Anwendung.
Ihr Nachteil besteht im möglichen Verlust der persönlichen Kommunikationskompetenz des Anwenders, sowie in der Gefahr des durch die Anonymität erleichterten Missbrauchs. Auch sind Fehlhaltungen, Sehstörungen und motorische Vernachlässigung nicht außer Acht zu lassen.
Im Unterricht finden Neue Medien verstärkt Anwendung.
Der Artikel soll sich vor allem mit didaktischen Möglichkeiten Neuer Medien befassen.
Inhaltsverzeichnis |
Internet
Das Internet als neues Medium im Geschichtsunterricht bringt eine Fülle von Informationen mit sich. Die Materialien sind im Allgemeinen nicht aufgearbeitet, wodurch eine präzise Fragestellung von Seiten der Schüler/-innen gefordert ist. Diese fehlende didaktische Reduktion der Inhalte muss in der Unterrichtsplanung berücksichtigt werden. Dennoch kann das Arbeiten mit dem Internet weitere Möglichkeiten für kooperatives Lernen (siehe auch ZUM-Wiki zum Kooperativen Lernen) und Gruppenarbeit geben.
Dabei muss beachtet werden, dass jede/r etwas im Netz veröffentlichen kann und es daher auch Texte in jeder Güteklasse gibt. Zudem können Seiten täglich verändert werden. Auch muss berücksichtigt werden, dass das Internet in den Köpfen der Benutzer/-innen kostenfrei ist. In der Realität sind viele seriöse Informationen aber eben doch kostenpflichtig.
Informationen können über drei Wege gefunden werden:
- direkt zur Seite
- Suchmaschinen
- Kataloge (wenn kein konkretes Stichwort zur Hand ist)
Bei der Bewertung muss mehreren Fragen nachgegangen werden:
- Handelt es sich evt. um Selbstdarstellung bestimmter Institutionen, Werbung, politische Propaganda?
- Gibt es einen Autor / eine Autorin?
- Wer betreibt die web-Seite?
- Gibt es eine sitemap? (Wird der Aufbau und Struktur bekannt gemacht?)
- Über welche Links wurde die Seite gefunden? Wo führen Links hin?
- Mit welcher Intention wurde die Seite gemacht? ( Auch web-Seiten müssen häufig den Kriterien der Wirtschaftlichkeit unterliegen.)
- An wen wendet sich die Seite?
- Enthält die Seite ein Datum?
- Sind Kriterien der Wissenschaftlichkeit erfüllt?
- Gibt es sehr viel Werbung?
Internetrecherche
Die Schüler/-innen müssen bei der selbständigen Recherche im Internet mehrere Teilschritte beherrschen:
1. Die Fülle der Informationen muss bewältigt werden
Die Gefahr der Ablenkung ist groß. Die Schüler/-innen müssen sich im Linksystem zurechtfinden und dürfen sich nicht von zu vielen Links ablenken lassen. Dies erfordert eine hohe Konzentrationsleistung! Dazu kommt, dass die Schüler/-innen lernen müssen, sich in der unhierarchischen Struktur des Internets zurecht zu finden. Da es keine klar gegliederte Struktur gibt, fällt eine sachliche Orientierung schwer. Daher wird von den Schüler/-innen verlangt, eine Fragestellung konsequent zu verfolgen. Die Suchergebnisse müssen hinterfragt und ausgewählt werden, dabei sollten den Schüler/-innen zunächst Hilfen zur Hand gegeben werden, da sie allzu leicht auf ansprechende Graphiken, etc. hereinfallen. Bevor Ergebnisse gefunden werden, muss das allgemeine Thema allerdings in Schlagworte umgesetzt werden. Dafür ist ein hohes Abstraktionsvermögen gefragt und zunächst bedarf es wahrscheinlich noch Unterstützung von Seiten der Lehrenden. Ebenfalls müssen die Schüler/-innen auf eine richtige Rechtschreibung achten, denn die Suchmaschine findet nur Schlagworte die exakt dem gleichen, was in die Suchmaschine eingegeben wurde.
2. Gefundene Treffer müssen selektiert und gefiltert werden
Bei allen Treffern muss zwischen wertlosem und wertvollem Material gefiltert und dabei die Glaubwürdigkeit der Quellen hinterfragt werden. Evt. muss den Quellen hinter den Quellen nachgegangen werden. Dies erfordert eine intensive Text- und Quellenarbeit als Grundlage. Allerdings kann mit dem Arbeiten am Internet der Mediengläubigkeit vorgebeugt werden. Diese Bewertung der Qualität von Texten kann durchaus als neuartige Leistung anerkannt werden.
3. Informationen verarbeiten
Im Gegensatz zu Schulbüchern präsentiert das Internet Lerninhalte meistens nur als Rohstoffe. Da das Material nicht auf die Lernenden zugeschnitten ist, wird die Reflektion des Inhaltes unverzichtbar. Auch besteht die Gefahr des copy and paste - Verfahrens, bei dem die Schüler/-innen so gut wie nichts lernen. Es erfordert einen großen Grad an Abstraktionsvermögen über eine bestimmte Anzahl von Internetseiten den Überblick zu behalten. Auch ist die Reduktion der Informationen auf die wesentlichen Aussagen für viele Schüler/-innen eine neue Arbeitstechnik, die häufig erst erlernt werden muss.
4. Können Schüler/-innen genauso gut am Bildschirm lernen?
Es scheint, als sei die Wahrnehmung von Texten am Computer verändert. Das Auge findet am Computer nicht so viele Bezugspunkte, an denen es sich orientieren kann. Viele Schüler/-innen weigern sich Texte am Computer zu lesen und wollen diese zunächst ausdrucken. Anderen Schüler/-innen scheint das Arbeiten am Computer jedoch auch leichter zu fallen. Eventuell bedarf es eines Gewöhnungsprozesses für die Arbeit am Computer.
- Schüler/-innen- und Lehrer/-innenrolle
Durch Einbeziehung des Internets werden auch die Rollenverhältnisse zwischen Lehrer/-innen und Schüler/-innen geändert: Einge Schüler/-innen sind den Lehrpersonen im Umgang mit den Medien weit voraus. (Hier kann über den Einsatz einiger Schüler/-innen als Co-Lehrer/-innen nachgedacht werden.) Zudem wird die Funktion der Wissensvermittlung vom neuen Medium, also dem Internet, bzw. Computer, übernommen. Die Lehrperson hat nun die Aufgabe zu begleiten und Orientierungshilfen zu geben. Sie steuert den Prozess des Lernens und muss einschätzen, wo ihre Hilfe gefordert ist. Dadurch hat die Lehrperson allerdings auch mehr Zeit auf einzelne Schüler/-innen einzugehen.
Durch intensive Recherche einiger Schüler/-innen kann es durchaus vorkommen, dass diese in dem jeweiligen Gebiet auch mehr Fachwissen als die Lehrperson aufbringen.
- Ziele
Es muss beachtet werden, dass ein Unterschied zwischen der einfachen Sammlung und der tatsächlichen Bearbeitung von Texten besteht.
Die reine Wissenvermittlung tritt bei der Arbeit mit dem Internet in den Hintergrund. Dafür tritt der aktive Wissenserwerb, der zudem immer auch abhängig von den individuellen Interessen ist, in den Vordergrund.
Je nach Interesse des Schülers / der Schülerin können Ergebnisse entstehen die so nicht geplant waren. Daher ist es nötig, dass die Lehrperson sich von der Ein - Ergebnis - Orientierung abwendet.
Ebenso wird die Medienkompetenz der Schüler/-innen geschult.
Chancen
Elektronische Medien bieten eine Fülle von Informationen, mehr als ein Schulbuch jemals bieten kann. Haben Schüler/-innen erst einmal gelernt sich mit der Flut von Informationen zurechtzufinden, kann diese auch eine Chance darstellen. Ebenso können aktuelle Seiten aufgerufen und so neueste Forschungsergebnisse oder politische Gegebenheiten mit einbezogen werden. Die Lernumgebung kann so gestaltet werden, dass es möglich wird mit realen Problemen zu arbeiteten. Zudem wird mit authentischen Materialen gelernt, dies lässt die Unterrichtssituation ein bisschen weniger künstlich erscheinen.
Neue Medien können einen Motivationsschub erzeugen, der sich auf die gesamte Schulsituation auswirkt. Werden Fragestellungen ernst genommen, wird fächerübergreifend gelernt, evt. in AG`s gearbeitet und die Arbeit mit dem Internet und Computer von den Schüler/-innen als nützlich erkannt, wird die Arbeit am Computer in der Regel gerne angenommen. Dagegen wirken zu viele technische Probleme und ein Projekt, welches zu groß, und damit nicht mehr überschaubar ist, motivationshemmend. Das arbeitsintensivere Internet wird auch häufig als unbequem wahrgenommen, wenn es um das simple erlernen von Stoff geht.
Ein großer Teil der Arbeit mit dem Internet läuft in freier Arbeit ab, so können die Schüler/-innen selbst ihr Tempo bestimmen. Dadurch, dass das Lernen hauptsächlich durch „selbst entdecken“ geschieht, behalten Schüler/-innen das Gelernte besser. Außerdem können sich Schüler/-innen hervortun, die im restlichen Unterricht nicht besonders auffallen.
Entgegen der häufigen Ansicht, die Arbeit am Computer schränke die Kommunikation der Beteiligten ein, fördert sie im Gegensatz die Kommunikation unter den Schüler/-innen, da in der Regel in Gruppenarbeit und Projekten gearbeitet wird. Ebenfalls wird die Schüler/-innenselbsthilfe stärker entwickelt.
Die erworbene Medienkompetenz hat eine hohe Relevanz für das spätere Berufsleben und wird auch immer stärker zu einer Vorraussetzung für lebenslanges Lernen.
Die Nutzung des Internets ist sowohl zeit- als auch ortsunabhängig. Über email oder Internetplattformen können Schüler/-innenarbeiten auch außerhalb des Unterrichts betreut werden. Ebenfalls werden die Möglichkeiten von Teleteaching und distant learning eröffnet. Dies sollte aber auf bestimmte Tage in der Woche oder eine bestimmte Zeitspanne begrenzt bleiben, um die sozialen Kontakte aufrecht zu halten. Auch können ländliche Regionen, die z.B. erschwerten Zugang zu Bibliotheken haben, ihren Standortnachteil mit dem Internet ausgleichen.
Risiken
- Risiken für Schüler/-innen:
- Überforderung durch Informationsflut
- Reproduktives Verhalten wird erleichtert, wenn Inhalte nicht reflektiert werden.
- Buch wird als Quelle evt. abgewertet.
- Oberflächlichkeit kann entstehen. (Durch die scheinbare Leichtigkeit an Ergebnisse zu gelangen.)
- Es kann leicht vom Thema abgekommen werden, da Schüler/-innen auf jugendgefährdende Inhalte stoßen können.
- Risiken für Lehrer/-innen:
- Kontrollverlust
- Abhängigkeit von der Technik
- Angst vor Autoritätsverlust durch geringere Medienkompetenz als die Schüler/-innen
- Suchverhalten der Schüler/-innen bleibt verdeckt, keine Kontrolle
- 45 Minuten Takt als Problem
- Problem den Lehrplan einzuhalten
- erhöhter Zeitaufwand bei Vorbereitung und Durchführung
- Bewertung wird schwierig
Die Verwendung von Suchmaschinen ist bei der Informationssuche im Internet unverzichtbar. Google ist die wohl erfolgreichste, bekannteste und meistverwendete Suchmaschine. Wir alle haben schon mal Themen/Schlagwörter "gegoogled", über die wir mehr Informationen bekommen wollten. So machen es natürlich auch die Schüler/-innen. Anhand des Beispiels "Google" sollen Aufgaben für den Unterricht, die durch den Einsatz von Suchmaschinen entstehen, dargestellt werden.
- Perspektiven für Unterricht
Problem:
Mit Hilfe von Google kann in dem scheinbar unendlichen Informationsangebot des Internets nach Schlagworten/Themen gesucht werden. Jedoch besteht die Gefahr, dass alles, was nicht mit Google gefunden wird, oder im Ranking der Ergebnisanzeige keinen guten Platz erhält, von den Schüler/-innen nicht wahrgenommen wird.
Aufgabe des Unterrichts:
Den Schüler/-innen muss bewusst gemacht werden, dass bei der Suche nach Informationen mit Hilfe von Google immer nur ein kleiner Ausschnitt der unendlich vielen verfügbaren Informationen aus dem Internet gefunden werden kann.
Problem:
Die von Google in der Ergebnisliste aufgeführten Suchergebnisse sind nicht organisiert. Häufig werden sehr viele Suchergebnisse angegeben. Um aus den gefundenen Informationen Wissen zu generieren, muss die Schülerin / der Schüler die Internetquellen kritisch hinterfragen, und die gefundenen Inhalte in anderen Medien nachprüfen.
Aufgabe des Unterrichts:
Hierfür benötigen die Schüler/-innen Medienkompetenz, d.h. es muss erlernt werden, die gefundenen Internetquellen ebenso kritisch zu hinterfragen wie Textquellen. Außerdem sollte immer auch gleichtzeitig mit den konventionellen Medien gearbeitet werden. Vor- und Nachteile des jeweiligen Mediums sollten thematisiert werden.
Wikis
Der Begriff Wiki leitet sich von dem hawaiianischen Wort "WikiWiki" ab, das für 'schnell' oder 'sich beeilen' steht. Der Name ist bei der Wiki-Software Programm. Jeder Nutzerin / jedem Nutzer sollen schnell und unkompliziert Informationen zur Verfügung stehen. Entwickelt wurden Wikis 1995 von dem US-amerikanischen Softwarentwickler Ward Cunningham.
- Prinzipien des Wiki-Programms:
- Jeder kann den Text verändern.
- Jede Änderung eines Artikels wird protokolliert und jede Version bleibt gespeichert, womit jede Veränderung nachvollziehbar bleibt.
- Das Verändern und Erzeugen von Seiten wird so weit wie möglich vereinfacht.
- Es werden keine festen Strukturen vorgegeben.
- Der Inhalt ist nie fertig.
- Zu jedem Artikel gibt es eine Seite für Diskussionen.
- Die Texte im Wiki sind nicht, wie traditionell üblich, einem Autor / einer Autorin, sondern einer Vielzahl von Autoren/-innen zuzuschreiben.
Wikis in der Schule
Der Einsatz von Wikis im Unterricht macht Sinn, wenn die Schule mit Internet und Computern ausgestattet ist. Von Vorteil ist es natürlich auch, wenn viele Schüler/-innen Zuhause Zugang zu Computer und Internet haben. Die erforderlichen technischen Kenntnisse können schnell erlernt werden, mitunter sogar in weniger als einer Schulstunde.
- Medienkompetenz erweitern
Im Unterricht soll den Schüler/-innen Medienkompetenz vermittelt werden. Sie sollen lernen, zwischen wichtigen und unwichtigen Informationen zu unterscheiden und den Inhalt der Medien kritisch zu hinterfragen, die Orientierung in und aktive Teilnahme an der Medienwelt soll den Schüler/-innen ermöglicht werden. Wenn die Schüler/-innen selbst schon mit Wikis gearbeitet oder Wikis erstellt haben, und bei dieser Arbeit Grenzen und Chancen von Wikis kennenlernen konnten, können sie auch die Beiträge von Onlinelexika wie Wikipedia besser einschätzen und lernen, diese kritisch zu hinterfragen.
- soziale Kompetenzen erweitern
Bei der Zusammenarbeit an einem Wiki werden zum Beispiel Kommunikation, Kooperation, Koordinationsfähigkeit, Toleranz und das Aushandeln von gemeinsamen Strategien gefördert.
- pädagogisch-didaktische Möglichkeiten erweitern
Die Arbeit mit Wikis in der Schule erweitert die pädagogisch-didaktischen Möglichkeiten von Lehrenden und Lernenden. Lernerorientierter Unterricht kann leichter stattfinden. Differenzierung und Individualisierung führen zu Motivation, Akzeptanz und Selbststeuerung der Lernenden. Die Entwicklung zu einem interaktiven und gemeinschaftlich produzierten Geschichtsbuch scheint möglich. Die Einsatzmöglichkeiten von Wikis im Unterricht sind vielfältig. Die Möglichkeit, gemeinsam an Texten zu arbeiten, die Texte zu diskutieren und für alle einsehbar zu machen, können für verschiedenste Unterrichtsformen genutzt werden:
- Beispiel für Einsatz von Wikis im Unterricht
- Brainstorming
- Projektplanung
- Erstellung von Merktexten
- Erstellung von Protokollen
- Erstellung von Dokumentationen
- Erstellung von elektronischen Portfolios
- Veröffentlichung von Aufsätzen und Referaten
- Zusammenarbeit mit anderen Schulen oder Individuen im In- und Ausland
Motivation:
Die Arbeit an einem Wiki kann Schüler/-innen neue Motivation bringen, da die von ihnen erstellten Artikel nicht nur für den Schreibtisch der Lehrerin / des Lehrers oder außschließlich für die Klasse, sondern für eine Vielzahl von Menschen produziert werden.
Freie Wikis:
- www.gratis-wiki.com
- www.wikihost.org
Lernsoftware
Lernsoftware stellt die meistgenutze Form des elektronischen Lernens dar. Sie zeichnet sich dabei durch die multimediale Nutzung von Text, Bild, Ton, Video und Animation aus, welche interaktiv mit einander verbunden sind. Es gibt verschiedene Formen von Lernsoftware.
Simulationssysteme: spielerische Lösung des Sachverhalts; Planspiele
Tutorielle Systeme: Eingaben des Lernenden werden aufgegriffen und ggf. unterstützt
Präsentationssysteme: vorgefertigtes Programm, durch das der Lernende sich bewegen kann
- Chancen
Lernsoftware vereinigt sämtliche Medienarten in einem einzigen Medium, der CD-ROM. Die Vielseitigkeit in der Anwendung, wird so besonders deutlich. Sie unterstützt das selbstständige Lernen, und eröffnet Raum für individualisierte Lernwege (aber: s. Nachteil).
Durch unmittelbare Reaktion des Programms wird dem Lernenden eine Rückkopplung gegeben, ob sein Lernweg richtig oder falsch war. Die Lernsoftware bietet so eine effektive Selbstkontrolle über Weg und Inhalt des Lernens für den Lernenden.
- Nachteil
Es liegt in der Konzeption der Lernsoftware, dass ihre Struktur feststehend und nicht veränderbar ist. Die Anzahl der Lösungen ist also begrenzt. Auch kann der Ersteller nicht jeden möglichen Lerntyp oder jeden möglichen Lernweg vordenken und mit seiner Software unterstützen. Für eine qualitativ hochwertige Lernsoftware müssen verschiedenste Disziplinen (Pädagog/-innen, Programmierer/-innen, Grafiker/-innen, Historiker/-innen, ...) zusammenarbeiten. Daraus folgt, dass sie nur mit einem hohen Mittelaufwand produziert werden kann. Didaktisch sinnvolle und ansprechende Lernsoftware ist also dementsprechend teuer!
Rahmenpläne des Landes Berlin
- Grundschule
Medien aller Art werden im Unterricht genutzt, damit Schüler/-innen lernen, Medienangebote zunehmend selbstständig auszuwählen, Beiträge zu gestalten und kritisch zu bewerten. Medien stellen Werkzeuge zum Lernen dar.
Computer und Internet werden eingesetzt für ein differenziertes und individualisiertes Lernangebot, um so eine größere Vielfalt der Lernformen zu ermöglichen. Lehrer/-innen müssen so zunehmend als Lernberater/-innen auftreten
Die Entwicklung einer Lernkultur wird vor allem durch die Erfahrung der Schüler/-innen mit Interaktivität, der Navigation in Hypertexten und der Reproduzierbarkeit von Texten gewähleistet.
- Sekundarstufe I
Die Chancen, Grenzen und Risiken von Medien und Technologien sind den Schüler/-innen zunehmend vertraut und sie nutzen sie zum Erschließen, Aufarbeiten, Produzieren und Präsentieren unterschiedlicher Inhalte sowie für Interaktion.
- Sekundarstufe II
Die Schüler/-innen üben die mediengestützte Präsentation. Der Einsatz von zeitgemäßer Kommunikations- und Informationstechnik unterstützt sowohl die Differenzierung individueller Lernprozesse, sowie das kooperative Lernen. Multimediale und netzbasierte Lernarrangements werden eingesetzt.
- Förderschwerpunkt Lernen
Die Schüler/-innen lernen alle üblichen zur Verfügung stehenden Informationsquellen kennen. Der Arbeit mit elektronischer und informationsverarbeitender Technik kommt dabei eine immer größere Bedeutung zu. Der Computer wird als Hilfsmittel zur Beschaffung von Informationen, zum Festigen von Wissen und Können, sowie als Werkzeug zur Erstellung und Präsentation gesellschaftswissenschaftlichen Wissens genutzt.
Links
Einstellung von Lehramtsstudenten zu Neuen Medien eine quantitative Erhebung
Förderprogramm Neue Medien in der Bildung des BMBF aus dem Jahr 2000
Landesinstitut für Schule und Medien Berlin Brandenburg
Methodenpool der Universität Köln zur konstruktivistischen Didaktik
Online Lernspiele der Bundeszentrale für politische Bildung, auch zu geschichtlichen Themen
Primolo Grundschüler/-innen können im Unterricht zu ausgewählten Themen ihre eigene Homepage gestalten
Schulen ans Netz Informationen zum Lernen mit digitalen Medien
ZUM-Wiki eine Plattform für Lerninhalte und Lernprozesse
Quellen
zu 1. Internet:
Vgl. Funken, Walter; Koltrowitz, Bernd (Hrsg.): Geschichte plus. Aushabe Brandenburg, Berlin 2002.
Vgl. Pandel, Hans-Jürgen; Schneider, Gerhard (Hrsg.): Handbuch Medien im Geschichtsunterricht, Schwalbach 1999.
Vgl. Wolbring, Barbara: Neuere Geschichte studieren, Konstanz 2006.
zu 1.1 Internetrecherche
Vgl. Funken, Walter; Koltrowitz, Bernd (Hrsg.): Geschichte plus. Aushabe Brandenburg, Berlin 2002.
Vgl. Koch, Hartmut; Neckel, Hartmut: Unterrichten mit Internet & Co. Methodenhandbuch für die Sekundarstufe I und II, Berlin 2001.
zu 1.1.3 Google
Vgl. Haber, Peter: Google Syndrom, Phantasmagorien des historischen Allwissens im World Wide Web, in: Geschichte und Informatik 15, 2004, S.73-89.
zu 1.2 Wikis
Vgl. http://teaching.eduhi.at/alfredklampfer/bachelor-wikis-schule.pdf
Vgl. http://www-edit.ku-eichstaett.de/Fakultaeten/SLF/romanistik/didaktik/Forschung/ipk/material/papers/wikipedia.pdf
Vgl. http://www.lehrer-online.de/wiki-geschichte.php
König, Alexander: Wikis im Geschichtsunterricht vom 27.09.2007
Vgl. http://www.swisscom.com/NR/rdonlyres/FF6033D7-5E7E-41DF-833F-0D996DDE6C67/0/SNG9_de_032_20060831.pdf
zu 2. Lernsoftware
Vgl. Bundesministerium für Bildung und Forschung: Förderprogramm Neue Medien in der Bildung, 2000.
Vgl. http://www.uni-koeln.de/hf/konstrukt/didaktik/e-learning/e-learning_kurzbeschreibung.html
Kapitel e-learning des Methodenpools der Universität Köln
zu 3. Rahmenpläne
Vgl. Rahmenlehrpläne des Landes Berlin im Bereich Geschichte (Gesellschaftswissenschaften) für Grundschule, Sekundarstufe I, Sekundarstufe II, Förderschwerpunkt Lernen
